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Fachweiterbildung Palliativmedizin für Mediziner*innen

In vielen Bereichen der medizinischen Versorgung ist der Bedarf einer palliativen Versorgung sowohl im ambulanten wie im stationären Bereich des Gesundheitswesens eine notwendige und häufig sogar zentrale Option. Palliativmedizinische Expertise hilft bei chronisch schwerer Erkrankung, bei Nebenwirkungen von Medikamenten wie z. B. bei Chemotherapien, in akuten Krisen, die überwunden werden können sowie in der letzten Lebensphase. Die individuelle Lebensqualität bei möglichst geringer Symptomlast ist angestrebtes gemeinsames Ziel.

Ziele:
Die vier Dimensionen von der Begründerin der modernen Hospiz- und Palliativbewegung Cicely Saunders sind in der Versorgung integraler Bestandteil. Medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Kompetenzen sind manches Mal gemeinsam gefragt und manches Mal nur eine oder zwei Säulen der der palliativen Betreuung und Versorgung. In den bundesweiten Gesetzgebungen ist über die Jahre ein Rahmen entstanden für spezialisierte ambulante wie stationäre Palliativversorgung. Regionale Netzwerke zur übergreifenden Behandlung von Patient*innen und ihren Zugehörigen sind Teil des gemeinsamen Konzeptes. Diese Fragestellungen und weitere werden die Inhalte der Weiterbildung prägen.

Der Kurs startet am 08.03.2024. Es werden insgesamt 3 Module innerhalb eines Jahres angeboten. Diese orientieren sich an dem Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und bauen aufeinander auf.

 


Kurstermine

Fr 08.03.2024 09:00–18:30 Uhr
Sa 09.03.2024 09:00–18:30 Uhr
Fr 22.03.2024 09:00–18:30 Uhr
Sa 23.03.2024 09:00–18:30 Uhr

15. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vom 25. bis 28. September 2024 in Aachen

wir freuen uns sehr, Sie zum 15. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vom 25. bis 28. September 2024 nach Aachen einzuladen. Unter dem Motto Wert(schätzung). Selbst(für)sorge. Gemeinsam. wollen wir neben klassischer Wissensvermittlung und vielen Workshops zur Symptomkontrolle auch bewährte und neue Themenfelder in den Blick nehmen wie die Palliativversorgung bei Herz-/Kreislauf-, psychiatrischen oder neurologischen Erkrankungen.

Der Kongress wird mit aktueller wissenschaftlicher Forschung praxisrelevante Behandlungsmöglichkeiten vermitteln und evaluieren. Spannende Plenaries werde Einblicke geben in Themen wie Sexualität am Lebensende, die herausfordernde Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen bis hin zu einer Ethik der Achtsamkeit. Neue gesetzliche Rahmenbedingungen wie der Bundesrahmenvertrag für SAPV-Teams und die Koordination regionaler palliativer Netzwerke sind Anlass genug, die neuen Entwicklungen wertschätzend, konstruktiv kritisch und gemeinsam zu reflektieren. Ebenso werden sozial-ethische wie medizinisch-ethische Fragen Raum bekommen: wie positionieren wir uns zum Thema “Umgang mit Todeswünschen“ in der hospizlichen und palliativen Arbeit? Die DGP und der DHPV setzen sich politisch gemeinsam für die Ausweitung und Förderung von Suizidprävention ein, was auch eine Zukunftsfrage an alle palliativ- und hospizlich tätigen Einrichtungen, Teams, professionellen Fachkräfte wie die Ehrenamtlichen bedeutet.

Das gesamte Gesundheitswesen in Deutschland ist über die Grenzen belastet vor allem aufgrund von eklatantem Fachkräftemangel. Wir möchten der Wirklichkeit in der Versorgung und Betreuung von schwerkranken Menschen und ihren Zugehörigen mit diesem Kongress eine Vision geben. Die Auseinandersetzung mit Werten und die im Team gemeinsame erlebte Wertschätzung aller Berufsgruppen füreinander, aber auch die Achtsamkeit für eigene Bedürfnisse sind die Basis für ein vitales Miteinander in sorgenden Gemeinschaften. Genau hier sehen wir Ansätze zukunftsfähiger Lösungen, die über die Palliativversorgung hinausreichen: Caring Communities, ein Öffnen der palliativen und hospizlichen Einrichtungen in die Quartiere, gemeinsame Strukturen mit Kommunen, multiprofessionellem Gesundheitswesen und freiwilliger Gemeinwesenarbeit – eine gemeinsame Sorgekultur bis zum Schluss über alle Grenzen hinweg.

„Wert(schätzen). Selbst(für)sorge. Gemeinsam.“ ist der inhaltliche Leitfaden unseres Kongresses in Aachen, mit dem wir auch das 30-jährige Jubiläum unserer Fachgesellschaft DGP begehen. Endlich treffen wir uns wieder auf einem reinen Präsenzkongress. Wir freuen uns riesig auf die Begegnung mit Ihnen und Ihre rege und aktive Teilnahme!

Ihr(e) Prof. Roman Rolke und Veronika Schönhofer-Nellessen
Kongresspräsidium

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